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  [narziss + goldarsch: meine baustelle1. Hans Scheirl]

Video: Hans Scheirl (A)

Dauer: 6.00 min.

limitierte Auflage signiert mit Beitext von Andreas Spiegl
34 + 5

Preis: 300 Euro (incl. 10% UST)

Herausgeber: Kunstverein Medienturm Graz
Schon in den Titeln von Hans Scheirl's Arbeiten wie „Phalloplastic Playspace Party“, „In/effective Ejaculation Management“, „Corporate Castration“ oder hier „narziss + goldarsch: meine baustelle1“ zeichnet sich ab, dass es sich hier um eine Zusammenführung von scheinbar distanzierten Bereichen handelt: einerseits die Welt des Begehrens und der Konstruktion der (geschlechtlichen) Identität und andererseits die Welt von wirtschaftlichen Interessen und globalem Kapitalismus. Die Trennung von Innen- und Außenwelt, Privatsphäre und Öffentlichkeit, männlich und weiblich offenbart sich als ideologische Konstruktion. Realitätserfahrung und -produktion und somit alle Machtverhältnisse sind gefärbt und gefeuert von der „Ökonomie des Begehrens“ (J.F.Lyotard). Dieses immer neu zu produzierende Un/Ordnungssystem regelt sowohl die Energie der Begehrensströme und den Puls der Widerstände gegen das Begehren, als auch die Energie, die gewonnen wird, wenn das Begehren aufgeschoben wird, also auf ein anderes „Medium“ und in ein anderes Zeitsystem übertragen wird. Aufgewachsen als „Angela“ beschloss sie/er, an ihrem/seinen 40.Geburtstag Testosteron zu nehmen und sich „Hans“ zu nennen. Ohne von A nach B gehen zu wollen wählt Scheirl performativ die (Anti)Identität „Transgender“. Dieser „trans-...“ Identität eilen Name, Stimme und die stetige Versicherung der klaren Geschlechtszuordnung durch die Sprache voraus.

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